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1. Wie lange dauert es bis Antwort vom Gefangenen bei mir eintrifft?

Das kann man pauschal nicht sagen, da es von vielen Faktoren abhängig ist:
1.       Postweg
2.       Postverteilung bzw. Postausgang aus der JVA
3.       Antwortmoral des Gefangenen
4.       Eventuelle Verlegung in eine andere JVA
5.       Ob sich der Gefangene in U- oder. Strafhaft befindet
6.       Ob der Gefangene noch Briefmarken zur Hand hat.

Zu 1: Für den Postweg wähle ich die Dienste der Deutschen Post.

Zu 2: Ich gehe davon aus, dass in den wenigsten Vollzugsanstalten samstags post verteilen bzw. versenden, weil ich das selbst oft merke. Bei mir ist montags das Postfach fast leer und dienstags dagegen brechend voll. Vermutlich geht Post von Freitag und Samstag in den meisten Anstalten erst montags raus. Auch wird in einigen Anstalten die Post nicht direkt an den Gefangenen weiter gegeben, sondern unterliegt der Kontrolle, was selbstverständlich auch Zeit beansprucht. Befindet sich ein Inserent noch in U-Haft wird die gesamte Post vom richterlich  kontrolliert.

Zu 3: Auch die Jungs haben mal, aus welchen Gründen auch immer, keine Lust, Zeit oder Möglichkeit gleich zu antworten. Das ist völlig menschlich und auch ihnen muss man das zugestehen.

Zu 4: Das nennt sich bei den Jungs auch „auf Schub gehen/sein“. Das heißt der Gefangene wird offiziell in eine andere Anstalt verlegt oder auf eigenen Wunsch auch zu Besuchszwecke um jemanden Heimatnah den Besuch des inhaftierten zu ermöglichen. Da es in den seltenen Fällen direkt von einer JVA in die andere geht sondern eine bis mehrere JVAn als Stationen dazwischen liegen kann das schon mal mehrere Tage dauern.

Zu 5: Wenn sich der Gefangene in U-Haft befindet, unterliegt der Schriftverkehr (außer Anwaltspost) der richterlichen Kontrolle. Somit dauert es auch hier einige Tage, bis der Inserent seinen Brief in Händen hält.

Zu 6: Die Gefangenen können, sofern sie keinen Freigängerstatus haben, beim Anstaltskaufmann Briefmarken erwerben. Das geht nicht täglich und nach Bedarf des Gefangenen sondern zu bestimmten Tagen an denen der Einkauf möglich ist.


2. Wenn ich ein Kontaktformular absende, wie geht es dann weiter?
 
Wenn mich ein Kontaktformular erreicht bearbeite ich die i.d.R. Tagesgleich. Das heißt, ich drucke diese aus und sende es  mit einem Anschreiben an den Gefangenen.  Auf den Postweg gehen sie dann spätestens am nächsten Werktag.


3. Gibt es bestimmte „Hotlinezeiten“ für die im Impressum angegebenen Rufnummer?

Nein. Da ich weder eine Firma oder dgl. bin und Jailmail auch nicht kommerziell betreibe, sondern es lediglich mein Hobby ist bin ich auch auf dieser Rufnummer „Privatmensch“. Das heißt man ruft mich auf dieser Nummer via Rufumleitung zu Hause an und bin da nicht immer 24/7 anwesend. Eine bessere  Erreichbarkeit bei Fragen erzielt man per Email oder Facebook-Nachricht, da ich hier auch die Nachrichten und Emails von unterwegs aus Abfrage, wenn es mir zeitlich und technisch möglich ist.Ebenso bin ich nicht über sehr frühe und nächtliche Anrufe erfreut, denn auch ich brauche meinen Schlaf.


4. Wenn ich ein Kontaktformular abgesendet habe und es mir danach doch anders überlege, kann ich noch zurücktreten?

In der Regel werden die Kontaktformulare von mir Tagesgleich bearbeitet, also versandfertig gemacht, und verschickt. Wenn sie sich auf dem Postweg befinden gibt es kein Zurück mehr und der Brief mit dem Formular wird dem Inserenten zugestellt.


5. Wie viele Inserenten darf ich anschreiben?

Es gibt die Regelung von 5 Kontaktformularen innerhalb kurzer Zeit. Das heißt, es muss sich auf 5 Kontaktformulare beschränkt werden und/oder den Inserenten erst mal die Chance eingeräumt werden Zeit zu haben auf dieses Formular zu antworten. Sollte sich nach dieser Karenzzeit  keiner oder einer nicht melden darf natürlich der Nächste kontaktiert werden.


6. Muss ich zwingend meine Adresse angeben?

Jein! Der Inserent braucht natürlich, um antworten zu können, eine postzustellfähige Adresse. Postzustellfähig ist auch eine Postfachadresse oder eine postlagernde Zustellung und muss nicht zwingend die Wohnadresse sein. Also alles wo sichergestellt ist, dass der Antwortbrief den Empfänger auch erreicht.


7. Wie aktuell sind die Inserate und die Seite im Allgemeinen?

Die Erstschaltung eines Inserates läuft über 6 Monate. Sofern sich der Inserent nicht meldet um seine Annonce zu verlängern wird sie nach Ablauf dieser Zeit gelöscht. Somit vermeide ich weitgehend "Karteileichen" die evtl. gar nicht mehr inhaftiert sind. Wann die Seite zuletzt aktualisiert wurde kann man der Laufzeile auf der Startseite entnehmen. Dazu ist die aktuelle Version des Flashplayers notwendig.


8. Suchen die Gefangenen wirklich nur Briefkontakte?

Jailmail steht ausschließlich für eine reine Briefkontaktvermittlung. Das wissen die Jungs auch, dennoch kann ich andere Hintergedanken eines Inserenten natürlich nicht gänzlich ausschließen. Daher rate ich immer, gleich im ersten Brief klarzustellen, wie man sich den Briefkontakt vorstellt bzw. was man sich wünscht.


9. Was mache ich, wenn mir der Briefkontakt unangenehm wird?

Dann sollte man diesen beenden und das in einem letzten Brief klarstellen, warum das so ist. Wenn der Inserent das nicht akzeptieren will und weiterhin unangenehm wird bin ich natürlich auch gerne behilflich. Dazu reicht eine Nachricht an mich und eine Ablichtung des Briefes mit dem entsprechenden Inhalt. Ohne diesen Beweis kann ich nicht tätig werden, da ich nicht auf reine Verdächtigungen hin agiere.


10. Warum darf ich einen Briefkontakt nicht einfach stillschweigend beenden indem ich einfach nicht mehr schreibe?

Von "dürfen" ist hier nicht die Rede, sondern hierbei ist Charakterstärke gefragt.

Jeder Mensch hat das Recht zu erfahren, warum man mit ihm nichts mehr zu tun haben will. So auch die Gefangenen. Abgelehnt zu werden, auch und insbesondere wenn es die Straftat betrifft, muss der Gefangene akzeptieren und um an sich zu arbeiten sollte er das auch explizit wissen. Auch dieses "an sich arbeiten" ist ein  sehr wichtiger Teil des Resozialisierungsprozesses.


11. Ich kenne selber jemanden, der in Haft sitzt und gerne inserieren möchte. Ist das möglich?

Natürlich. Es werden auch keine Inserate (z.B. aufgrund der Straftat) abgelehnt solange sie den Regeln von Jailmail (kein Partner- und/oder Sexgesuche, Heiratsvermittlung, Gewalt- und Straftatverherrlichung, politisch oder rechtsextrem angehaucht) entsprechen. Einen Infoflyer gibt es zum Download als PDF auf der Website.


12. Ich kenne jemanden aus dem Ausland der auch inserieren möchte, weil er da in Haft sitzt. Darf er das?

Inserate aus dem Ausland sind vereinzelt möglich, sollen aber nicht zur Regel werden. Jailmail wurde ursprünglich für in Deutschland inhaftierte Menschen geschaffen und somit haben diese Inserate natürlich Priorität. Außerdem sollte beachtet werden, dass die wenigsten so gutes Englisch beherrschen um einen Briefkontakt in z.B. die USA zu führen und somit haben diese Inserenten weniger Chancen auf einen erfolgreichen Briefverkehr.

Außerdem betreibe ich die Website neben Fulltimejob, Haushalt und der pflege meiner Gesundheit völlig alleine und z.B. gerade Inseratswünsche aus den USA würden womöglich den Rahmen völlig sprengen, ich die Arbeit mit Jailmail nicht mehr schaffen und so wäre diesen Jungs und Mädels auch nicht geholfen. Ich würde nur Hoffnung schüren, wo keine ist...


13. Sind die Inserate alle echt oder gefakt?

Mindestens der Vor- und Zuname des Gefangenen (auch wenn einer oder beide nur mir bekannt ist da er mit Pseudonym inseriert) sind echt, da der Brief in der JVA sonst nicht zugestellt wird. Beim Inhalt des Inserates oder dem Foto verhält es sich wie auf anderen Plattformen im Netz, dass ich nicht ausschließen kann, dass der Inserent die Unwahrheit schreibt um sich gut zu verkaufen und viele Zuschriften zu bekommen. Aber Lügen haben ja bekanntlich kurze Beine...


14. Ich wohne im Ausland. Darf ich auch einen Gefangenen in Deutschland oder überhaupt außerhalb meines Heimatlandes anschreiben?

Selbstverständlich! Es gibt bereits viele eifrige Schreiberinnen aus Österreich und der Schweiz. Sogar aus Frankreich, Israel und sogar Kambodscha waren schon Kontaktformulare dabei. Es ist also nichts unmöglich. 


15. Muss ich Angst haben, dass mein Brieffreund eines Tages nach seiner Haftentlassung bei mir vor der Türe steht oder er mir etwas antut?

Natürlich kann man nichts ausschließen. Das kann man auch nicht bei seinen Mitmenschen die sich bislang noch nie in Haft befanden!!!

Jedoch ist mir in all den Jahren, seit mein Jailmail besteht, noch nie ein solcher Fall bekannt geworden. Man muss bedenken, dass die Briefpartnerin bzw. der Briefpartner der unerlaubt "heimgesucht" wird sich polizeiliche Hilfe holen kann. Das ist den Jungs eher zu riskant, sofort wieder in Gewahrsam genommen zu werden und zurück ins Gefängnis zu wandern. Die Inserenten hätten da viel mehr zu verlieren.

Einige male kam es schon vor, dass ich die Jungs eher vor den Briefkontaktsuchenden außerhalb der Anstalten schützen musste. Traurig aber wahr. Das Böse ist nicht nur in den Gefängnissen, sondern VOR ALLEM auch AUSSERHALB der Mauern...